Multichannelst du schon oder bist du noch auf einem Kanal unterwegs?

Ein bisschen Kreativität bitte! Denn wenn du wirklich deine Kunde erreichen willst, solltest du mit Strategie vorgehen. Um bei den „Großen“ mitspielen zu können, gehört natürlich zu jedem Marketing auch eine Strategie. Damit meine ich nicht, dass du dir eine geeignete Uhrzeit für deinen Facebookpost suchst. Es geht vielmehr darum das Kundenerlebnis ganzheitlich zu gestalten & zu optimieren.

Du kennst dich bestens mit online Verkäufen aus?

Du betreibst dein Onlinemarketing in der Königsklasse?

Und gleichzeitig könnte da noch mehr gehen?

 

Ob Begriffe wie Mulichanneling, Omnichanneling oder CrossChanneling… Diese schwülstigen Begriffe sagen im Prinzip nur aus, dass du auf mehreren Kanälen unterwegs bist. Statt dich also nur in deiner online-Blase rum zu treiben, könntest du den Schritt gehen & dich mit deinem Produkt in andere Vertriebswege trauen.

Es geht also um die Strategie, deinen Kunde auf mehreren Kommunikationswegen zu erreichen. So wie du online vielleicht schon verschiedenste Plattformen für Werbeanzeigen genutzt hast, kannst du dies auch auf diverse offline-Kanäle transportieren.

Nicht nur stationäre oder mobile Verkaufsstellen kommen hier in Frage, sondern auch Teleshopping, Messen, Events oder der einfache Bauchladen als Marketinginstrument.

Die Unterschiede zwischen Multichanneling, Crosschanneling & Omnichanneling:

 

Multichanneling

Die Strategie oder der Ansatz im Handel den Konsumenten auf mehreren Vertriebswegen zu erreichen. Siehe auch die Definition auf Wikipedia.

Ein paar typische Beispiele für Multichanneling sind:

  • Zeitungsverlage die auch online Abonnements anbieten
  • Modeläden die auch einen Onlineshop haben
  • Feinkostläden, die auch einen Foodtruck haben
  • Motorradverleihe, die im Sommer über Ihren Onlineshop Touren anbieten

Crosschanneling

Sicher kennst du das auch: Du gehst in ein Elektronikgeschäft um dir das neue Handy aus der Werbung live anzusehen, bevor du es kaufst. Du möchtest das Produkt tasten, die Größe einschätzen & das Gewicht fühlen. Du checkst den Preis vor Ort & kaufst dein neues Handy dann doch online.

Dich spricht eine bestimmte Kampagne des neuen Parfüms an & du möchtest wissen, wie es tatsächlich riecht. Die Parfümerie führt das Produkt, du testest es & kaufst dann online wegen Preisunterschieden oder anderer Vorteile für dich.

Aus Sicht des Händlers wird diese Strategie insofern genutzt, dass der Kunde gezielt über alle Kanäle hinweg das selbe Angebot erfährt. Er kann & soll sich die gewünschten Hintergründe zum Produkt online holen, um dann den Kauf offline durchzuführen oder natürlich auch umgedreht.

Für mich ist Nespresso hier ein gutes Beispiel für ein gelungenes Crosschanneling. Die wichtigen Informationen zum verwendeten Kaffee von Nespresso wie zum Beispiel, Herkunftsort, Geschmacksnoten, Röstgrad und Stärke werden dem Kunde sehr übersichtlich auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Man informiert sich, schränkt die Auswahl ein & besucht damit den nächsten Nespressostore. Dort bekommst du erstklassigen Service, wirst sehr zuvorkommend bedient & kannst deine ausgewählten Sorten testen. Danach entscheidest du dich für den direkten Kauf im Handel oder bestellst dir deine Kapseln im Online-store. Über alle Kanäle hinweg erhältst du das selbe Angebot, mit gleicher Optik & ganzheitlicher CI des Anbieters.

Omnichanneling

Omni kommt vom lateinischen Begriff Omnis & bedeutet „alles“, „ganz“, „jeder“. Der Begriff Omnichanneling bezieht sich also auf das Marketing von Produkten auf allen Kanälen. Hier geht es allerdings weniger um eine Strategie aus Verkäufersicht, sondern eher auf das Kaufverhalten, bzw. das Kauferlebnis aus Kundensicht. Dem Konsument soll das Produkt mit sämtlichen Informationen drum herum auf allen Kanälen gleich präsentiert werden. Der Begriff wurde tatsächlich aus dem Einzelhandel geprägt, wird aber mittlerweile auch von Finanzdienstleistungen, dem Gesundheitswesen & Regierungsbehörden genutzt.

Die meisten Kunden verwenden nicht mehr die Suchmaschinen um Produkte zu suchen, sondern gehen direkt auf Onlineshops wie Amazon, Ebay & Otto. Durch diese Kanäle kannst du bspw. „click & collect“ anbieten. Hierdurch stellt sich der Kunde seinen Warenkorb zusammen, holt diesen allerdings im Laden ab. Ich selbst verwende diese Methode für meine Lebensmittel um Zeit zu sparen. Auch bei Ikea wird dieses Modell erfolgreich genutzt.

Möchtest du als Verkäufer also ein gutes „omnichchannel  Erlebnis“ für den Kunde anbieten, müssen ‚look and feel‘ gleich sein auf allen Kanälen. Deine CI sollte sich wie ein roter Faden überall abzeichnen.

click and collect
click and collect

Noch interessanter finde ich allerdings die Entwicklung im Bereich der nutzerabhängigen Werbung im stationären Handel.

Database-Marketing

Schaust im Real Markt in einen Bildschirm, wird dein Gesicht gescannt & du erhältst spezifische Werbung angezeigt. Laut Aussage der Metrogroup geht es hier nur um geschlechterspezifische Werbeaussagen. Diese Art von Marketing kennst du von vielen Einzelhändlern, die Kundenkarten verwenden wie Payback. Die meisten Kunden machen sich nur solange über Datenschutz, Transparenz & Ausspähen von Daten Sogen, bis sie einen Messerblock von Payback geschenkt bekommen. Wir sind so leicht mit Angeboten zu ködern, dass wir quasi Freiwild auf Zielscheibe der Verkäufer sind.

Im unangenehmsten Fall läufst du mit deinem Smartphone an einer Apotheke entlang & auf dem Bildschirm erscheint augenblicklich Werbung für Hämorrhoidencreme. Zufall oder getrackt? Nur du weißt es. Zumindest im Moment noch. Denn, wenn diese Art der Werbung auf Screens Gang & Gebe ist, könnte das bei unzureichendem Datenschutz du Problemen führen.

Im Prinzip geht es hier also um Echtzeit – Database Marketing. Ziemlich spannend wie ich finde & das bedarf wohl einem eigenen Artikel.

Bleib also dran & ich freue mich, wenn du dich für meinen Newsletter einträgst oder mir deine Erfahrungen & Fragen zum Thema Marketing hinterlässt.
Melde dich bei mir.

Bis bald
Maria

 

 

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